Was sind die besten Tipps für den Kauf von Grafikkarten?

Wenn es um den Kauf von Grafikkarten geht, kann ich immer nur empfehlen,
sich an das zu halten, was die Gamer empfehlen, weil es über die
letzten 20 Jahre immer die Computerspielindustrie war, die wegen
konstant besserer Grafik deren Entwicklung vorantrieb. Grafikkarten,
welche die zurzeit graphisch aufregendsten Spiele ohne Ruckeln und
schnell laufend bewältigen können, schaffen auch jede andere Aufgabe.

Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps dazu, was beim Kauf einer
Grafikkarte zu beachten ist.

Generell sind Graphikkarten der Bereich, in
dem gerne und viel aufgerüstet wird, was unter anderem einfach daran
liegt, dass die Entwicklung hier rasend schnell voranschreitet und die
Komponenten leicht austauschbar sind. Sieht man sich eher als
Gelegenheitsspieler, kauft nur ab und an neue Spiele und muss auch nicht
unbedingt in höchster Auflösung spielen, reicht es oft schon aus, um
die 100 € auszugeben. Wenn der Bedarf an besserer Auflösung bei trotzdem
ungestörtem Spielfluss besteht, sollte man eher mit einem Budget von
200 bis 300 € planen.

Ein entscheidendes Kriterium beim Kauf von Grafikkarten ist der Strombedarf, bei welchem bis heute leider oftmals große Verwirrung herrscht: Es gibt Anbieter, die unnötigerweise zu hohe Netzteilwerte angeben, was daran liegt, dass Netzteile über drei Hauptleitungen verfügen (3,3; 5 & 12 Volt), welche je einen eigenen Maximalwerte haben, dessen Summe den theoretischen Watt-Wert eines Netzteils angibt. Mit diesem wird geworben, ohne dass dabei die höhere Wattzahl auch die bessere Leistung bedeuten müsste. Das liegt daran, dass vor allem Billignetzteile, auch wenn sie über 600 Leistung verfügen, diese Werte nicht gut verteilen oder die Leistung nicht konstant ist. Mittlerweile gilt, dass die heutigen, leistungsfähigeren Grafikkarten effizienter mit dem Strom haushalten und daher nicht selten auch ohne Probleme mit einem alten Netzteil laufen. Es lohnt sich also vor Neukauf die Kompatibilität von neuer Grafikkarte und altem Netzteil zu googlen, bzw. es einfach auszuprobieren: Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass die Grafikkarte nicht flüssig läuft oder der PC sich ausschaltet. Der Bedarf an mehr als nur einem 500-Watt Netzteil besteht nur für extreme High-End-Karten oder beim Einsatz von mehreren Grafikkarten in einem PC.

3D ist ein weiterer Bereich, der aktuell interessant werden könnte. Der Begriff 3D wird im Spielebereich seit Jahren für Spiele verwendet, bei denen sich Objekte je nach Kameraposition und unter Beachtung von Lichteinfall, etc. räumlich anpassen. Davon unterscheidet sich das „echte” 3D, bei welchem das Auge so getäuscht wird, dass es für dieses so aussieht, als würden etwa tatsächlich Dinge auf einen zufliegen. Dafür muss jedes Bild doppelt zur Verfügung stehen, also einmal für jedes Auge. Bei ca. 25 Bildern/Sekunde bei Filmen und 30-40 Bildern/Sekunde bei Spielen, die notwendig sind, um flüssige Bewegung entstehen zu lassen, und angesichts der Tatsache, dass bei Spielen nicht nur abgefilmte Bilder abgerufen werden müssen, sondern diese von der Grafikkarte neu berechnet werden, ist dies eine bemerkenswerte Mehrleistung für die Grafikkarte. Es muss also eine sehr leistungsstarke Grafikkarte her oder es müssen starke Abstriche bei der grafischen Leistung in Kauf genommen werden. Zu den Kosten leistungsfähiger Grafikkarten für 3D-Spiele kommen noch die Kosten für einen 3D-fahigen Bildschirm und für 3D-Brillen. Es sollte sich also gut überlegt werden, ob bei dem aktuellen Stand der Technik schon auf 3D umgestiegen werden soll.

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